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ANONYMUS / Hamburg

"Meine Bilder sind immer das Resultat von etwas, das ich visuell wahrgenommen habe. Das geht gar nicht anders. Das was man sich ausdenkt, oder sozusagen aus der freien Vorstellung schöpft, sind immer die "Cadavres Exquis" von dem, was man kennt. Du denkst immer an etwas, was du kennst, woher soll`s denn kommen? Die Basis ist immer etwas, was du gesehen hast. Da gibt es für mich keinen Zweifel." Juliao Sarmento

"Es ist natürlich überhaupt nicht gleichgültig, was man malt. Ich überlege mir ständig, bevor ich Dinge male, in wie weit sie tragfähig sind. Ein ausschlaggebendes Moment ist, dass ich anhand der Motive etwas Spannendes entdecke, von dem ich meine, daran kann ich Malerei erproben. Mit diesen Motiven lässt sich gut austesten, was mit dem Medium Malerei noch geht oder ob die Sache durch diese Motive in einer gewissen Weise unmöglich oder gar peinlich wird......Nein, es ist mir gar nicht so wahnsinnig wichtig mit dem Banalen. Es geht vielmehr darum, auszutesten, wie schlicht oder unwichtig ein Motiv sein kann, um als Malerei noch zu funktionieren. Bis zu welcher Grenze kann man da gehen?" Cornelius Völker

"Er machte keine Entwürfe, weil er die Farbe von jeglicher Erzählung frei sehen wollte. Thematische Darstellung oder Abstraktion von etwas hielt er für passe'. Malerei sollte ein in sich geschlossener Prozess sein. Zum Beispiel interessierte ihn, wie man Grün malt, ohne ein grünes Pigment zu verwenden." Nina Lünenborg über Frederic M. Thursz

"In der schwammigen, größtenteils von geschickten Inszenierungen und Ideenkonstruktionen geprägten aktuellen Kunstlandschaft kommt Kirkebys Malerei eine seltene Stellung zu. Sie Vertraut auf das Fundament der Traditon, ohne sie allerdings wie zeitgeistig üblich als Hilfsmittel zu zitieren. Sie verlässt sich auf die Anschauung und vertraut den stillen Pfaden der Poesie mehr als den zielsicheren Strategien der Begriffe....Alles, was (die) Natur ausmacht, ist zu sehen, und zugleich ist nichts zu fassen. Das ist die (malerische) Wahrheit Krkebys, der seit jeher die gängigen künstlerischen Kategorisierungen durchmischt und unbedeutend erscheinen lässt." Jürgen Kisters über Per Kirkeby

"Das gravierendste Problem liegt aber darin, dass Malerei ein so altes Medium ist, dass sie sich entweder vergreist nur noch mit sich selbst beschäftigt (selbstreferentiell), vielfach nur noch unter Dekor- und Gebrauchsaspekten (Kunst am Bau und Privatinterieur) gesehen wird oder als ABM - Maßnahme eher für Betriebsnudeln taugt (Kunstbetriebsluderkunst). Insofern wirkt sie als Medium so unerotisch wie eine Schlaftablette. Doch Lamsfuß gelingt das Kunststück, durch das Bild, das seine Malerei in der Imagination zurücklässt, das Medium im Vergessen plausibel zu machen, ihm die Energien der Verführung zurückzugeben und den Don Juanismus der Sammler zu reizen." Peter Herbstreuth über Ulrich Lamsfuß

"Ich glaube, wir werden am Ende wieder zur Malerei und Bilhauerei zurückkehren. Die neuen Medien, was man auch immer darunter versteht, ist ein Ausprobieren von vielem. Letztlich wird es um die alten und uns bekannten Medien gehen, und so wundert es mich auch nicht, dass sich wesentliche Künstler immer wieder dieser Medien bedienen, während sich ein Medium wie das Video schon bald erschöpft haben wird." Christoph Vitali

"Meine Ideen kommen aus der Malerei, selbst wenn ich nicht male". Donald Judd

" Die Frage heute: Sollen wir kapitulieren angesichts des Terrors? Der 11. September wird nicht das letzte Fanal von Gewalt und Zivilisationslosigkeit sein. Kunst ist immer im Einsatz. Kunst ist Möglichkeit. Kunst ist eine Präventivkraft und hat eine heilende Wirkung, wie auch Musik oder Lyrik. Wer sich damit beschäftigt, greift nicht zur Waffe.........Ereignisse, egal ob negativ oder positiv, fließen in die Arbeit des Künstlers mit ein. Sie übertragen sich aber nicht unmittelbar. Schließlich ist der Künstler kein Illustrator der Zeit, sondern er versucht, Ursachen zu erforschen." Jörg Immendorf

"Auch hatte ich, mit 1 Auge, ab & zu zusehend, wie man im Apparat die Bilder eines, anschein`nd vor ein paar Stunden verstorbenen, <bekannten Malers> mit Gewalt zuerklären suchte : sämtlich in der beliebten modernen Strichführung; das heißt solche, wie man sie zu meiner Zeit häufig & gratis an den Wänden öffentlicher Bedürfnisanstalten fand, ( <Für Männer>; die von <Frauen> kennt man ja weniger) : TZ! ; die Unverfrorenheit dieser Fuscher , die jeden Vormittag mühelos 6 Ölbilder auf ebensoviele Leinwände rotzten, war tatsäch`ch beneidenswert!" Arno Schmidt, "Caliban über Setebos"



"Kunst ist an Wände geklatschte Farbe, auf Leinwand gespritztes Sperma, auf Papier gekritzelte Ipsation, stinkende Onanie in psychologischen Bedürfnisanstalten, wo der Meister den Kot gärender Keime ausscheidet, bevor er gereinigt sein domestizierendes Vaterland verlässt." Tony Kendall

"Ich finde, dass die Kunst der neunziger Jahre für eine neue Generation von Künstlern, die mit neuen Techniken arbeiten, etwas sehr Befreiendes hatte. Ein Künstler muss stets auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sein, seine Ideen und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Die Gefahr dabei ist, dass der Künstler die Orientierung verliert, gerade weil die Mode einen solchen Druck ausübt. Es ist die Rede vom Tod der Malerei. Sehen Sie sich nur die Kunstgeschichte an, dann werden Sie erkennen, dass das nicht der Fall ist." Marc Francis

"Die gut gemeinten, aber weltfremden Versuche, mit den Kunstwerken aus den geschützten Kunstbezirken "auszubrechen" , und sie den Menschen auf öffentlichen Straßen und in Werkhallen wie Prozessionsmonstranzen entgegenzuhalten, müssen - wenn sie nicht publizitätsgierig auf PR-Wirkung der Veranstalter aus sind - altruistische und und auf solche Heilswirkung der Kunstwerke vertrauende Beweggründe haben. Ein Indiz für den Glauben an die Unentbehrlichkeit von Kunst! Aber die Fehlschläge und Enttäuschungen müssen sich einstellen, weil es ein Irrtum ist zu glauben, Kunst sei ein allgemeinmenschliches und allgemeinzugängliches Sprach- und Kommunikationssystem und alle Menschen müssten beim Anblick eines Kunstwerkes vor Freude die Mütze in die Luft werfen. Wer ausserhalb dieses Kontextes steht, muss tachistische Bilder als Affenkunst, Expressionismus als Karikaturen und die ars povera als Sperrmüll identifizieren. Und wenn ein Aktionskünstler wie Otto Mühl oder Herrman Nitsch sich einfallen ließe, in der nächstbesten Bergarbeiter-Kneipe in Gelsenkirchen sein Orgien-Mysterien-Theater aufzuführen, also Tiere zu kreuzigen, ihre Leichen zu bepinkeln wie Knaben die Bretterwand und sich mit ihrem Blut einzureiben wie Urlauber mit Sonnenöl, dann würde der Kumpel zu Hause erzählen, er hätte eine perverse Sau gesehen. Niemand könnte ihm einreden, dass er Zeuge eines symbolischen Befreiungsaktes des exemplarischen Menschen war, dass eine solche Aktion das konsequente Resultat historisch gewachsener Kunstanschauungen ist, und dass dergleichen auch nur spurenhaft etwas mit dem zu tun hat, was Dürer, Schiller, Heino, Millowitsch und Willi Ostermann gemacht haben". Claus Borgeest - "Das Kunsturteil"

"Ja, und Sie fragen immer noch - was sie malt? Sie malt Freude, sie malt Liebe, sie malt Freundschaft. Sie malt in großer Farbsicherheit und zugleich im Rausch der Farben wie hineingezogen in den Strudel der Farben, die nass in nass gemalt werden und nicht trocknen dürfen, ehe der letzte Pinselstrich sitzt. im Strudel dieser Farben, die ineinanderfließen und Ströme bilden auf den immer zu kleinen Formaten, die von einem Zentrum - das gar nicht in der Bildmitte zu sein braucht - auseinanderlaufen. Diese reinen Blau-Rots-Gelbs, die in erregten Punkten hüpfen, die sich schlängeln und violette Inseln bilden, Pfade und Kreuzungen, Pfeile und Bogen und doch nichts anderes sind als Melodien, Sounds, Jauchzer und Seufzer, Blues und Drums - oder vielleicht all dieses auch gar nicht, sondern ein liebevoller Gedanke der Künstlerin, ein sich lange dahinziehender Schmerz, ein Aufschrei und seine Disziplinierung.Stop. Dr. Wibke von Bonin über Barbara Gaul genannt ANNAH

"I can't afford good art, so I have to make my own. I decided to try and trade my art with others, but no one wanted it, So I had to make better art. As my sensitivity to impeccable craftsmanship and mastery of painting grows, soon, I will have to make the best art. I will accept nothing less. Painting for me is like building a house of cards. You can't plan it... each stroke of the brush depends on the placement of the stroke before it." James Justin Brown

"Nun, auch Schimpansen können malen. Einer ist sogar so berühmt geworden, dass sich seine Gemälde gut verkauften. Aber was Schimpansen nicht können, ist repräsentativ zu malen. Sie malen wie ein zweijähriges Kind. Sie bewegen einen Stift oder Pinsel, als wollten sie sagen: Oh, das gibt ein lustiges Erlebnis. Mit drei Jahren aber malen Kinder plötzlich etwas, das aussieht wie ein Gesicht, wie Blumen oder ein Haus. Und das kann kein Schimpanse. Denn der kennt die Idee des Symbolismus nicht." Derek Bickerton

"die Malerei ist im 20. Jahrhundert zum Märtyrermedium mutiert, das fortgesetzt von der Avantgarde ins Visier genommen und attackiert wurde. Diese Angriffe machten sie - schon gar in Anbetracht der experimentellen Neugierde, die sich ringsherum Bahn brach, - einerseits zum Außenseiter, steigerten andererseits ihr Rennomee, zumal die Malerei aus der Vergangenheit den Ruf der Exklusivität geerbt hat. Das verschafft ihr ein Prestige, von dem nun jene Kunst profitiert, die ganz auf den Reiz der Transgression oder der noch wenig bekannten technischen Effekte vertraut hat. Wenn aber das augenblickliche Revival vorwiegend einer Ausweitung des Begriffs Malerei auf Gebiete dient, die teilweise sogar einmal deren Überwindung anstrebten, dann ist damit nicht etwa einer Neubesinnung der Weg bereitet, sondern lediglich der vorläufige Abschluss einer historischen Entwicklung erreicht: die Malerei ist jetzt nur noch eine Kunstform unter vielen anderen. Mit einem Vorteil: Manchmal hat sie einfach die stärkeren Bilder." Michael Hübl


"Denn obwohl immer wieder totgesagt, bleibt die Malerei eine unübertroffene Art, die Komplexität der Wahrnehmung konzentriert ins Bild zu setzen, ja es ist gerade diese komplexe Schichttechnik, die die Malerei als eine der ältesten Kunsttechniken die immer wieder erfolgenden Todsagungen fröhlich überleben lässt." Hajo Schiff


"Die Postmoderne ist eine Seifenblase." Rita Vitorelli


"
Das Medium der Malerei ist Farbe und Raum. Zeichnen ist im wesentlichen ein Aufteilen von Raum. Die Malerei ist daher der Geist, der sich selbst in Farbe und Raum vergegenwärtigt." Robert Motherwell


"Die Arbeiten der internationalen malerischen Schwergewichte Peter Doig, Alex Katz, Elizabeth Peyton und Luc Tuymans zeigen, wie sehr die Malerei in der zeitgenössischen Kunst zu einer Gattung geworden ist, die im Malen permanent über sich selbst nachdenkt und zugleich immer wieder verwirrt (und beglückt) feststellen muss: Der Maler denkt, der Pinsel lenkt." Florian Illies


"Es geht mir in meiner Malerei um jene halb wachen Momente, in denen sich das Treibgut der Wirklichkeit in meinen Schleusenkammern verfängt und zu neuen Ordnungen fügt." Neo Rauch


"Die Leinwände sind an der Wand befestigt. Ich arbeite am Anfang vom Gerüst aus, gieße und schleudere die Farbe aus Eimern und Pinseln. Ich erarbeite mehrere Schichten, sodass Rinnen, Furchen und Adern entstehen, durch die der erste Grund hindurchscheint. Dann sitze ich lange und immer wieder vor der Leinwand und tue nichts, versenke mich ganz hinein in den Dialog mit dem Bild. Das kann Monate dauern. Bis ich weiß, was ich tun muss. Dann konzentriere ich mich auf den Schwung, berechne die Geste, tränke den Pinsel mit Farbe, hole aus und - tah! - schleudere in hohem Bogen und in einem einzigen Schwung die Farbe auf die Leinwand." Pat Steir


"Um Kunst zu machen, ist das Zelebrieren von Festen notwendig, da bin ich sicher. Ich bin sicher, dass Kunst ihren Ursprung im Überfluss und nicht im Hunger hat. Das ist die große Frage, die uns die Grotten von Altamira und Lascaux stellen. Aus welchem Grund haben die Menschen das gemacht? War es, weil sie Hunger hatten? Sie malten Nahrung auf die Wände. Kunst beginnt für uns mit Nahrung. Nahrung und Kunst. Ich denke, dass es bereits eine Nahrungsproduktion gab, die einfacher war als vorher, sonst hätte es keine Künstler gegeben."Wim Delvoye



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