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"Die Betrachtung des Designs der Dinge, die in einem Land produziert und konsumiert werden, verrät oft mehr über die nationale, kulturelle Situation und das Leben der Menschen, ihre Bildung, Ansprüche, Wünsche, Hoffnungen und Ängste als ein Besuch der Theater und Museen eines Landes. Weitaus unmittelbarer als Kunst dies heute noch sein kann, ist Design an der Gestaltung von Kultur und Lebensform unserer Gesellschaft beteiligt." Peter Zec



"In verblüffender Schlichtheit präsentiert Horáková den Kulturbegriff des Kleinbürgertums, wonach Kunst niemals allzu kompliziert sein darf."
Frankfurter Rundschau über die (ehemalige) Hamburger Kultursenatorin Dana Horáková


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Ein Francis Bacon - Intermezzo :


"Als ich neulich völlig verzweifelt versuchte, den Kopf einer bestimmten Person zu malen, benutzte ich einen sehr großen Pinsel und viel Farbe, und ich trug sie sehr, sehr frei auf, ich wusste schließlich gar nicht mehr, was ich tat, doch plötzlich machte es >>klick<< , und das Ganze wurde zu genau dem Bild, das ich festzuhalten versucht hatte."

"Wenn mir etwas gelingt, gelingt es von dem Augenblick an, indem ich nicht mehr bewusst weiß, was ich tue. Ich habe oft festgestellt, dass der Gegenstand, wenn ich einer Vorstellung im Sinne des mehr Abbildhaften gefolgt bin, höchst banal geworden ist. Ich habe ihn dann aus lauter Wut und Verzweiflung durch unkontrollierte Pinselzüge, die ich auf das Bild setzte, völlig zerstört - und plötzlich habe ich dann entdeckt, das das Ganze dem Bild, das ich einzufangen suchte, ähnlicher geworden ist."

"Einer der Gründe, warum ich abstrakte Malerei nicht mag, warum sie mich nicht interessiert, ist der, dass ich Malerei für eine Sache mit zwei Aspekten halte, abstrakte Malerei aber für mich eine einseitige ästhetische Angelegenheit ist; sie bleibt immer auf einer Ebene..... Kunst, glaube ich, heißt festhalten; ich halte sie für Berichterstattung. Und ich glaube, da in der abstrakten Kunst kein Bericht enthalten ist, gibt es darin auch nichts anderes als die Ästhetik des Malers und seine paar Empfindungen. Es gibt da nie eine Spannung."

"Ich glaube, dass nur die Zeit über die Malerei entscheidet. Kein Künstler weiß zu seinen Lebzeiten, ob das, was er macht, auch nur den geringsten Wert hat, weil es meiner Ansicht nach mindestens fünfzig bis hundert Jahre dauert, bis sich das Wesentliche von den Theorien trennen lässt, die man um ein Werk herumgebaut hat....... Das ist der Grund, warum sogar erfolgreiche Künstler - gerade erfolgreiche Künstler, könnte man sagen - überhaupt keine Vorstellung davon haben, ob ihr Werk gut ist oder nicht, und sie werden es auch nie wissen."

"Meiner Meinung nach stehen wir heute in einer ganz merkwürdigen Situation. Wenn es nämlich überhaupt keine Tradition mehr gibt, bleiben nur noch zwei extreme Ziele übrig: Einmal der direkte Bericht, also etwas, das dem Polizeibericht ziemlich nahekommt. Und zum anderen der Versuch, große Kunst zu machen. Eine Kunst, die dazwischen steht, existiert in einer Zeit wie der unseren einfach nicht. Das heißt nicht, dass der Versuch, große Kunst zu machen, in unserer Zeit irgend jemandem gelingen wird."

"Sicher ist das die Ursache der Schwierigkeit des Malens in unserer Zeit - dass es das Geheimnis der Wirklichkeit nur erfassen kann, wenn der Maler nicht weiss, wie er es tun soll. Er wird von seiner Passion getragen, und er weiss nicht einmal genau, was aus diesen Zeichen entsteht, und doch, auf eine verrückte Art......"

"Also es gibt Tage, da beginnt man, und die Arbeit scheint ganz leicht aus einem herauszufließen. Aber das geschieht nicht oft und dauert nicht lang. Und ich bezweifle, dass das notwendigerweise irgendwie besser ist als etwas, das aus Frustration und Verzweiflung geschieht."

"Ich sammelte eine riesige Menge Farben, ich mischte sie nicht wirklich, ich tat sie nur alle in einen Topf. Ich hatte den Hintergrund schon gemalt und schleuderte die Farben einfach gegen die Leinwand, wie man sehen kann. Ich schleuderte sie in der Hoffnung, es würde eine Welle, und es wurde keine Welle. Aber einiges, das mir gefiel. Nur wollte es keine Welle werden. Es sah mehr wie ein Wasserstrahl aus, und so machte ich einen Wasserstrahl daraus."

"Wenn ich das sage, heisst das nicht, das ich mich für einen wirklichen Maler halte, aber ich bin nun einmal sehr voll mit Bildern." Alle Zitate aus : David Sylvester, Gespräche mit Francis Bacon,1975 / 1980

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"Es gibt bestimmte Sachen, die mich künstlerisch nicht interessieren: Materialfragen, Fragen der Ausführung, Fragen der Technik, Fragen des Raumes, Fragen des Ortes, Fragen der Zeit, Fragen des Inhalts. All das hat keine Bedeutung für mich.......Die Kunst entsteht dadurch, dass ich so passiv und unkreativ wie möglich bin. Ich versuche, jegliche Subjektivität auszuschalten. Dieser Wille zur Ablehnung von Individualität ist der Grund und Motor meiner Kunst.... Das Beste passiert, wenn man passiv ist, wenn die Sache in einen eigenen Rhythmus kommt und alles absolut mechanisch und maschinell geschieht." Jonathan Meese


"Zwar kränkelt der Kunstmarkt wie andere Branchen auch, doch speziell für die Malerei gelten zur Zeit günstigere Umstände. Die letzten Todesurteile werden zur Zeit revidiert, man spricht von "Painting on the move" oder dem "Mystery of Painting". Mit den in schweren Zeiten errungenen Kräften der medialen Selbstvergewisserung trifft das gemalte Bild und seine eigenwilligen Gestehungs- und Wahrnehmungsgesetze auf eine geneigte Öffentlichkeit. Die andere Virtualität der Malerei wird noch gebraucht, trotz oder vielleicht auch gegen die Bilderflut, die ihre eigenen Produkte fast so schnell frisst, wie sie diese ausstößt." Reinhard Ermen


"Wir sind auf den Punkt gekommen, dass es in der Malerei nur ganz winzige Schritte gibt für Innovationen, weil im Grunde genommen in jeder Hinsicht, ob es abstrakte oder gegenständliche Kunst ist, fast alles schon gesagt ist. Technisch und von den Spielarten her..... da ist nur noch wenig Platz für Neues da. Es sind die kleinen Dinge im Bild, die eine neue Lösung erfahren." Martin Hentschel


"In einem Land, in dem ein Daniel Küblböck Superstar werden kann, kann doch der Volksspießer Kunst weder erkennen noch beurteilen." Steffan Böhle



"Die Rolle des Künstlers ist simpel: Er muss Bilder machen, die in sich stimmen, mehr nicht. Kunst ist zwecklos, aber denen, die an ihren Wert glauben, ist sie von Nutzen." Luc Delahaye


"..Ich konzentriere mich darauf, meine Arbeit gut zu machen, die Farbe ordentlich auf die Wand zu bringen, aufzupassen, dass die Farbe nicht läuft, den Pinsel richtig zu halten, die Abstände sauber einzuhalten. All euer schönes Nachdenken über die Zeit bedeutet für mich etwas ganz anderes. Das heißt, ich komme an einem Ort an. Ich gehe dort spazieren, schaue mich um, und dann gibt´s diesen Augenblick, wo ich mir sage, halt stopp, an der Stelle möchte ich etwas machen." Niele Toroni


"Ich bin bereit, alles zu akzeptieren, was während des Malvorgangs passiert, und dies so zu belassen. Was geschieht, geschieht, und wenn etwas scheitert, ist es auch ein Teil der Arbeit. Eine Art Missgeschick ist Teil der abstrakten Malerei." Richard Jackson


"Ein Maler sollte sich als erstes die Zunge abschneiden." Henri Matisse


"My history with Performance Art is rather amusing. Not once did I set out to do any of these works with the intention that my actions would represent anything specific. No, it was more like "What's the stupidest thing I can think of doing in the name of art?" and actually going out and doing it." Howard Hallis


"Der schlichte Akt, Farbe auf eine Leinwand zu bringen, wurde zunehmend suspekt, man redete nur noch vom Konzept. Und schließlich ging auch noch die Emotion verloren. Eines schönen Tages fand ich es nicht mehr fesselnd, nach einer Kunst Ausschau zu halten, die vor allem ihre eigene Geschichte zu schaffen sucht. Zur Zeit malen die Maler nicht mehr, die Maler komponieren, sie konzeptualisieren, sie versichern, man könne nicht mehr malen, sie stellen alltägliche Gebrauchsgegenstände auf Sockel und rufen dabei lauthals das Ende aller künstlerischen Hirarchien aus, sie untermauern den Tod der Kunst theoretisch. Sie warten ganz einfach darauf, dass irgend etwas geschieht." Robert Chemin / Tonino Benacquista, 1990


"All art is quite useless." Oscar Wilde



"Malerei heute bietet im besten Sinne eine Perspektive, deren Fluchtpunkt der Betrachter erst dann wahrnehmen kann, wenn er sich bemüht zu schielen." Michael Kunze


"Currin setzt das "alte" Medium der Malerei gerne wie selbverständlich auf "neue" Situationen an und erzeugt durch diese Inkongruenz einen subtilen Schameffekt beim Betrachter - wenn er etwa das häusliche Glück eines jovial lächelnden schwulen Paares darstellt, das sich in der Designerküche Nudeln durch die Finger gleiten lässt." Ingeborg Schober / SZ / über John Currin


"Genau das ist natürlich der Sinn und Zweck von Kunst: die Menschen zu verstören, sodass sie sich unbehaglich in ihrer Haut fühlen und misstrauisch gegen die Welt, ihrem Gefühl für die Wirklichkeit den Boden entziehen, sodass sie alles, was sie zu wissen glauben, neu überdenken. Große Kunst sollte uns emotional verunsichern, unseren Verstand aus den Angeln heben, uns körpeliche Übelkeit verursachen und uns Ekel gegen jene kulturellen Konventionen einflössen, die uns an der Entfaltung hindern, uns niederdrücken und in einem Meer der Angepasstheit ertrinken lassen. So viel hatte Junior in seinem kunstpädagogischen Kurs zumindest schon gelernt." Dean Koontz, "Der Geblendete"





"The rise of technology has necessitated a return to ritual.......That doesn´t mean that technology shouldn´t be utilized by the artist, only that it should be at the service of humanity and not vice versa. I think any artist working now has to take advantage of the technological advances of the past hundret years and use them creatively." Keith Haring


"Mmmm... Modern contemporary art in some ways is allot like a time machine full of invisible ducks...it's already been used in the past and it stinks of farts." Adam Neate


"Von dem Schock, den die Fotografie und der Film ihr versetz haben, hat sich die Malerei nur langsam erholt. Ihre letzte Zuflucht, allein dem mit der Hand gefertigten Werk im Gegensatz zur maschinell hergestellten Fotografie Kunstcharakter zuzubilligen, welche in logischer Konsequenz der Fotografie den Kunstwert rigoros verweigerte, ist inzwischen gefallen. Da ihr keine Funktion bezüglich der Wirklichkeitswiedergabe verblieb, ist die Malerei auf sich selbst zurückgeworfen worden. Doch aus dieser vermeintlich hoffnungslosen Lage begann sie neue Kraft zu ziehen und ihre Stellung innerhalb der visuellen Medien, der technisch produzierten (Fotografie und Film) und der elektronisch generierten (Fernsehen) allmählich zu verorten. Voraussetzung dafür war aber ein langwieriger Prozess, der noch bei weitem nicht abgeschlossen ist". Klaus Honnef


"Wir alle wissen, dass die größte Kunst die religiöse Kunst ist - die Kathedralen, die Sixtinische Kapelle, die Matthäuspassion, die Messen Mozrts, Beethovens, Schuberts..........Aber die moderne Kunst wird durch die moderne Religion - durch diesen wahnwitzigen Irrglauben - erklärt: durch den Glauben an die böse Welt und die böse Gesellschaftsordnung, in der wir in der Schweiz angeblich leben, in Deutschland, in England und in Nordamerika. Überall wird den jungen Menschen eingeredet - und mit intellektualistischen Gründen und auch mit Hilfe der modernen Kunst bewiesen - dass sie in einer Hölle leben". Karl Popper


"....Nur ist das Ende der Malerei eine Fiktion; es wird ja weiter gemalt. Nur macht sie keine Fortschritte. Jedenfalls keine, die derzeit sichtbar wären. Ich würde es wie Balthus sehen. Er sagte: "Die Malerei ist tot, aber noch nicht begraben:" Eine Auferstehung nach der Grablegung kann aber nicht ausgeschlossen werden." Lothar Schirmer


"Die These soll sein: Selbst dort, wo sie sich in Fabeln und Fantasien ergeht, ist Malerei die Kunstform radikaler Unmittelbarkeit. Eine Kunstform, die mit der Wucht des Augenblicks trifft, und zwar auch und schon deshalb, weil sie zahllose Gelegenheiten bereithält, der flagranten Schlagartigkeit auszuweichen. Nur eben mal wegschauen. Kurz den Blick schweifen lassen. Sich für ein Detail am unteren Bildrand interessieren. Doch dann gibt es eben auch das Wiederkommen. Die vorsichtige, unsichere, arrogante, erwartungsvolle, neugierige, analytisch zielgerichtete Rückkehr. Hält das Bild, was es vorhin, im ersten Augenschein, versprach? Hat man einen wichtigen Aspekt übersehen und noch nicht wahrgenommen? Oder wurde etwas in das Bild projiziert, das es nicht hat? Selbst wenn sich die Malerei - wie etwa in der Sixtina, in den lichtdurchfluteten Apotheosen barocker Kirchenkuppeln, in Ad Reinhards rhythmisierten Monochromien oder Jackson Pollocks "all over" - absichtsvoller Entgrenzungsstrategien bedient, selbst wenn sich die Malerei in das Pathos vollständiger, überwältigender Vereinnahmung hineinsteigert, selbst dort also, wo es so aussieht, als würde die Malerei der Dialektik zwischen Augenblick und Dauer ausweichen wollen, - selbst dort bedeutet Malerei immer die multiple Möglichkeit, entweder das Ganze mit einem Blick zu erfassen oder aus der Totalität des Bildes gleichsam auszusteigen, ohne dass man der Simultaneität dieser beiden Optionen je ganz entkäme. Michael Hübl


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